Pinot Noir Select 2015

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Alkohol: 13,5 % Vol.
Säure: 4,6 g/l
Zucker: 1,2 g/l

Jahrgang: 

Nach einem milden Winter und einem kalten Frühling folgte ein warmer Mai. Auf Grund der gemäßigten Temperaturen, begann die Blüte bereits sehr früh, Anfang Juni. Anschließend wechselten die Temperaturen von warm zu kalt. Die Blüte verlief gut und die Weingärten wuchsen im Frühsommer sehr schnell. Der Sommer war geprägt von extrem heißen Perioden mit Tagestemperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius. Zum Ende des Sommers folgte etwas Regen, die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht brachten ein gutes Säure-Zucker Verhältnis in den Trauben. Die Weinernte begann in diesem Jahr so früh wie noch nie: Erntebeginn war der 1. September und bereits am 13. Oktober konnten wir noch rechtzeitig vor einer längeren Regenperiode die letzten Trauben in das Weingut bringen. Die Weine präsentieren sich frisch, lebendig, reizvoll und absolut untypisch für einen heißen Jahrgang.

Boden: 

Die Trauben des Pinot Noir Select 2015 stammen fast ausschließlich von den Lagen des Wiener Bisamberges, ein Weingärten befindet sich am Nußberg. Die Böden am Bisamberg bestehen aus leichtem, sandigem Löß auf massivem Kalkstein im Untergrund und der Nußberg besteht hauptsächlich aus Muschelkalkverwitterungsboden, ebenfalls auf massivem Kalkstein. Der stetige Wind und der relativ geringe Niederschlag, dazu noch die tollen Drainageeigenschaften der sandigen Böden, machen vor allem den Wiener Bisamberg zu einem hervorragenden Rotweingebiet, aber auch den Nußberg darf man gerade beim Pinot Noir nicht unterschätzen.

Weingarten und Keller: 

Die Trauben werden abgebeert und die Maische anschließend in moderne Unterstoßtanks gefüllt. Diese werden sofort gekühlt, damit die Maische ein paar Tage nicht zu gären beginnt –> Kaltmazeration. Nach etwa 5 Tagen beginnt die Gärung mit Spontanhefe und verläuft mit moderater Temperaturkontrolle etwa 7 Tage lang. Nach der Gärung und kurzer weiterer Mazeration wird die Maische abgepresst und in burgundische Barriques gefüllt, 25% der Fäßer sind übrigens neu. Ähnlich wie beim Chardonnay wird auch beim Pinot Noir die Hefe in regelmäßigen Abständen aufgerührt und relativ lange auf der ersten Hefe belassen. Nach etwa 12 Monaten erfolgt das erste Umziehen und nach insgesamt 24 Monaten ist der Ausbau im Barrique beendet und der Wein wird in ein großes Faß zusammengestellt. Ein Monat später erfolgt die Abfüllung ohne Schönung oder Filtration.

Weinbeschreibung: 

In der Nase Fruchtaromen zartem roten Waldbeerkonfit, ein Hauch von eingelegten Kirschen, zart nach Nougat, dezente Kräuterwürze. Saftig, feine rotbeerige Frucht, integrierte Tannine, frisch strukturiert, salziger Touch im Abgang. Der Wein hat bereits in der Jugend eine schöne Trinkreife.