Wiener Trilogie 2014

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Alkohol: 13,5 % Vol.
Säure: 5,5 g/l
Zucker: 1,2 g/l

Jahrgang: 

2014 wird als Jahr der Extreme in die Geschichtsbücher eingehen. Einem sehr frühen Austrieb bereits im März folgte eine kalte Periode im April und die Blüte fand dann eher normal im Juni statt. Das Frühjahr und der Frühsommer waren eher trocken, hingegen zeigte sich der August bereits frühherbstlich und vorerst mit guter Niederschlags-verteilung. Gegen Ende August und im September wollte der Regen allerdings nicht mehr versiegen und begleitet von eher höheren Temperaturen führte dies zu einigen Fäulnisproblemen. In der Folge führten dann nur ein exakter Erntezeitpunkt und penibles Aussortieren der Trauben zu gutem Erfolg. Die Mengen schrumpften dadurch zusehends, ebenfalls führte ein massiver Hagelschlag am gesamten Nußberg im Mai zu großen Ertragseinbußen. Die Ergebnisse, bei entsprechend selektiver Ernte, waren überraschend hochwertig, die geringen Erträge führten zu guter Konzentration und der kühle August zu einer sehr ausgeprägten Aromatik.

Boden

Die Trauben der Wiener Trilogie 2014 stammen ausschließlich von den Lagen des Wiener Bisamberges. Die Böden bestehen hier aus leichtem, sandigem Löß auf massivem Kalkstein im Untergrund. Die vielen Sonnenstunden, der stetige Wind und der relativ geringe Niederschlag, dazu noch die tollen Drainageeigenschaften der sandigen Böden, machen den Wiener Bisamberg zu einem hervorragenden Rotweingebiet.

Weingarten und Keller: 

Die Wiener Trilogie 2014 ist eine Cuvée aus 65% Zweigelt, 20% Cabernet Sauvignon und 15% Merlot und wird daher zu verschiedenen Zeitpunkten geerntet. Die ersten Zweigelts kommen Mitte bis Ende September und die letzten Cabernets gegen Ende Oktober. Nach getrennter Maischegärung und anschließender malolaktischer Gärung im großen Holzfaß, oder auch in Stahltanks werden die einzelnen Weine in Barriques gezogen. Je nach Struktur des Weines kommt mehr oder weniger neues Holz zum Einsatz, am Ende werden es im Durchschnitt etwa 20% Neuholz sein. In einem eigenen Keller aus dem 16. Jahrhundert liegen die Barriques etwa 20 Monate, werden immer wieder umgezogen und nach und nach zum finalen Cuvée zusammengestellt. Im September 2016 wurde die Wiener Trilogie 2014 in Flaschen gefüllt.

Weinbeschreibung

Der Wein präsentiert sich in der Nase intensiv nach roten Beerenfrüchten, untermalt von zarter Zweigeltwürze, etwas Moos und nasses Laub. Mit zarter Edelholzwürze unterlegte schwarze Beerenfrucht, etwas Lakritze und Cassis. Saftig, präsente, gut integrierte Tannine, zarte Brombeernoten im Abgang. Die Wiener Trilogie ist kein dicker, fetter Neue Welt Wein, sondern ein trinkfreudiger und finessenreicher Essensbegleiter.