Ried Rosengartel Riesling 2017

1904
Alkohol: 13,5
Säure: 6,4
Zucker: 1,9

Jahrgang

Einem eher kühleren Winter folgte ein sehr milder März, der zu einem gefährlich frühen Austrieb führte. Allerdings zeigte sich dafür der April unterdurchschnittlich kühl, sodass der Austrieb sehr langsam ablief, leider auch wieder mit leichten Frostschäden bei den empfindlichen Sorten Chardonnay und Zweigelt, allerdings deutlich geringer als im Frostjahr 2016. Der erstmalige Einsatz von abbrennenden Strohballen half hier sicherlich die Schäden in Grenzen zu halten. Der Mai und ebenso der Juni zeigten sich in einer frühsommerlichen Freundlichkeit und sorgten für eine problemlose Blüte in der ersten Junihälfte. Die Niederschläge waren allerdings rar und wenig ausgiebig und so kamen wir in einen eher heißeren Sommer mit weiterhin wenig Regen. Gelegentliche Gewitter retteten die Reben durch den Sommer, der als der Drittheißeste seit Beginn der Aufzeichnungen in die Geschichte eingeht. Ein früher Erntebeginn in den ersten Septembertagen war notwendig, um die Säure und Frische der Weine zu erhalten, denn dies erschien uns besonders wichtig. Der September zeigte sich allerdings ungewohnt kühl mit einigen stärkeren Niederschlägen, die sich erfreulicherweise sehr positiv auf die Reben auswirkten, ebenso auf die Qualität der Trauben. Die Ernte wurde dadurch viel mehr auseinandergezogen und endete gegen Mitte Oktober mit sehr hohen Qualitäten sowohl bei Weißwein, als auch bei Rotwein, bei den leichteren Weinen, sowie bei den gehaltvollen Lagenweinen. Der Jahrgang 2017 glänzt mit intensiver Frucht, reifer Säure und zeigt sich aufgrund der früheren Ernte nicht so üppig wie erwartet, sondern sehr elegant mit viel Trinkfreudigkeit.

Boden 

Seit jeher galt der Nußberg als bekanntester Weinberg in Wien, und in seinem Zentrum befindet sich das Rosengartel. Dieses Filetstück des Nußbergs ist unter anderem mit uralten Rieslingstöcken bepflanzt, die einen besonders mineralischen und facettenreichen Riesling hervorbringen und damit das Terroir des Wiener Nußbergs in hervorragender Art zum Ausdruck bringen. Im Jahr 2008 stellte ich diesen Weingarten auf biodynamische Landwirtschaft um und mit dem Jahrgang 2011 ist er nun fertig zertifiziert. Der Boden besteht hier überwiegend aus extrem kalkreichen Verwitterungen von Kalk- und Sandstein mit einem mittleren Tonanteil.

Weingarten und Keller

Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese in den letzten Oktobertagen und einem peniblen Aussortieren von Botrytis, wurden die gesunden Trauben schonend gerebelt und nach etwa 5 Stunden Maischestandzeit bei sehr kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepreßt. Die Vergärung mit natürlich vorkommenden Hefen, erfolgte zu 100% im Stahltank. Nach einigen Monaten der Lagerung des fertigen Weines auf der Feinhefe wurde er im Juni 2018 in Flaschen abgefüllt.

Weinbeschreibung

Helles Gelbgrün, Silberreflexe. Zart rauchig, ein Hauch von Orangenzesten, gelbe Steinobstnuancen, mineralischer Touch. Finessenreicher, filigran wirkender Stil, mineralisch und frisch, salziger Touch, eleganter Speisenbegleiter mir sicherem Reifepotential.