Nussberg Grüner Veltliner

1888
Alkohol: 13,0 % Vol.
Säure: 6,1 g/l
Zucker: 1,0 g/l

Jahrgang


Nach einem langen und vor allem im Finale sehr kalten Winter folgte binnen kurzer Zeit ein extremer Temperaturanstieg mit sehr schnellem Austrieb der Reben und ungewöhnlich hohen Frühlingstemperaturen bis über 30 Grad. Darauf folgte eine der frühesten Rebblüten aller Zeiten, die in manchen Weingärten bereits Ende Mai abgeschlossen war. Ausgiebige Niederschläge im Juni brachten die Weingärten gut versorgt in einen heißen und zunehmend trockenen Sommer. Bereits gegen Ende Juli wurden die ersten Beeren weich und die Verfärbung bei den Rotweinsorten begann, ein untrügliches Zeichen, dass wir mit einer besonders frühen Ernte zu rechnen hatten. Diese startete dann tatsächlich ungewöhnlich früh, ab dem 20. August wurden die ersten Trauben für die Basisweine geerntet, aber auch Chardonnay’s und Pinot Noirs für die Prestigelinien Select und Grand Select waren bald an der Reihe. Die Entscheidungen über den Erntezeitpunkt waren in diesem Jahrgang mit Sicherheit besonders wichtig und von Weingarten zu Weingarten besonders individuell und unsere hervorragende Ausstattung mit Kühltechnik im gesamten Weingutsbereich war bei der Ernte 2018 geradezu essentiell. Der Jahrgang 2018 zeigt sich mit sehr feinen, ausgewogenen und saftig-trinkfreudigen Weißweinen und besonders gut strukturierten tief-dunklen, würzig-fruchtigen Rotweinen, in allen Fällen mit sehr hohem Lagerpotential. Außergewöhnliche Reife und makelloser Gesundheitszustand der Trauben sprechen für einen überdurchschnittlichen Jahrgang.

Boden

Die Trauben des Grünen Veltliner Nußberg stammen von zwei Weingärten am Nußberg, der Ried Muckenthal und der Ried Serfellner. Die Böden sind relativ homogen, allesamt aus kalkreichem Muschelkalk mit Kalkstein im Untergrund. Einzig der Lehmanteil ist etwas unterschiedlich, die Riede Muckenthal verfügt über den lehmreichsten und damit schwersten Boden des Nußberges. 

Weingarten und Keller: 

Die Trauben stammen bereits aus Weingärten, die zertifiziert nach biodynamischen Richtlinien bewirtschaftet werden. Nach sorgfältiger Traubenselektion durch Handlese  und einer weiteren Selektion durch eine neu installierte, vollautomatische Traubensortieranlage wurden die gesunden Trauben schonend gerebelt und nach etwa 3 Stunden Maischestandzeit bei kühlen Temperaturen mit einer pneumatischen Presse vorsichtig abgepresst. Der vorgeklärte Most wurde gekühlt im Stahltank mittels Spontanhefe vergoren und ausgebaut, um den duftigen Charakter so gut wie möglich zu betonen und die Terroir Noten zu unterstreichen. Nach einer mittleren Lagerzeit auf der Feinhefe wurden die einzelnen Partien Anfang 2019 zusammengestellt und abgefüllt.

Weinbeschreibung

Helles Grüngelb. In der Nase rauchig-kräuterwürzig unterlegte frische Apfelfrucht, zarte Nuancen von Honigmelone, attraktives Bukett. Am Gaumen saftig, zart nach Marille, finessenreiche Säurestruktur, mineralisch, Honig, wirkt überraschend leichtfüßig und animierend. Der Wein besticht durch sein gutes Entwicklungspotential. Harmoniert mit Wiener Klassiker sowie Fisch und Meeresfrüchte.